Der Kleiber

Der Kleiber gehört zu den Sperlingsvögeln und verdankt seinen Namen der Tatsache, dass er den Eingang von Bruthöhlen durch Verkleben mit Lehm verkleinert, um diese selbst zu nutzen.

 

Kleiber © luc.viatour/flickr.com

Bei einer Körperlänge von 12 bis 14,5 Zentimetern hat der Kleiber einen eher gedrungenen Körper mit einem recht großen Kopf und kurzem Hals und Schwanz. Der lange spitze Schnabel ist von grauer Farbe.

 
Auffällig ist neben der blaugrauen Oberseite die Unterseite, die je nach Unterart weiß, ockerfarben oder auch rostrot gefärbt sein kann. Die rotbraunen Oberschwanzdecken haben große, weiße Flecken. Ein besonderes Merkmal ist der schwarze Augenstreifen, der sich vom Schnabel bis zum Hinterkopf zieht.

 
Der lebhafte Vogel ist ein geschickter Kletterer und kann auch kopfüber an Baumstämmen hinablaufen. Die fünf bis neun Eier werden zwischen April und Mai etwa 14 bis 18 Tage lang bebrütet und die Jungen werden nach dem Schlupf etwa 24 Tage lang von den Elterntieren gefüttert.

 
Zu bemerken ist der Kleiber oft schon, bevor man ihn überhaupt sieht, an seiner Stimme. Er ist sehr ruffreudig und sein Gesang besteht sogar aus mehreren Strophen die recht unterschiedlich sein können.
Zu finden ist der Kleiber bevorzugt in höhlenreichen Altholzbeständen in strukturreichen, lichten Laub- und Laubmischwäldern. Er bevorzugt Bäume mit rauer Rinde.
Auf dem Speiseplan des Kleibers stehen Insekten, Spinnen und auch Samen. Jungvögel bekommen als Futter auch oft Raupen.

 
Außer auf den weitgehend baumlosen Nordseeinseln ist der Kleiber in Deutschland überall zu finden. Zum weiteren Verbreitungsgebiet gehören neben Europa, außer Island, Irland, Schottland dem Norden Norwegens, Schwedens und Finnlands, auch der Waldgürtel Asiens, die ostasiatischen Inselgruppen, Marokko, Kleinasien, der Iran und das Kaukasusgebiet.

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Der Saarlooswolfhund

Der Saarlooswolfhund oder auch Saarlooswolfhond ist eine niederländische Hunderasse, die auf Leendert Saarloos (1884-1969) zurückgeht, der den Deutschen Schäferhund mit einem Wolf kreuzte.

Saarlooswolfhund "Odin" © Julia Höfer-von Seelen

Der Saarlooswolfhund erinnert an einen Wolf und obwohl er recht lange Gliedmaßen hat, wirkt er nicht hochbeinig sondern ist in seiner Erscheinung sehr harmonisch. Die Rüden haben eine Größe von 65-75 Zentimetern, die Hündinnen werden 60-70 Zentimeter groß.

Der kräftig gebaute Saarlooswolfhund hat einen geraden Rücken und ist länger als hoch. Das stockhaarige Fell hat im Winter eine dichte Unterwolle und variert zwischen hell bis dunkel schattiertem schwarz-Wildfarben und hell bis dunkel schattiertem braun-Wildfarben bis hin zu hellem crème-Weiß bis Weiß. Die zumeist gelben, mandelförmigen schräg platzierten Augen und stehenden Ohren geben dem Hund ein recht wolfartiges Aussehen.
Der sehr sensible Hund hat viele Wesensmerkmale eines Wolfes und ist dadurch sehr scheu und schreckhaft. Bei der Erziehung durch einen erfahrenen Hundehalter braucht man neben sehr viel Hundeverstand auch viel Liebe, um diesen sensiblen Hund nicht zu verschrecken. Neben der Vorsichtigkeit und dem schnellen Reaktionsvermögen eines Wolfes verfügt der Hund aber auch über die Anhänglichkeit und Treue eines Hundes.

Und auch wenn der Saarlooswolfhund dem Menschen gegenüber keinen Angriffstrieb hat, so hat der doch einen ausgeprägten Jagdinstinkt. De lebhafte Hund ist Fremden gegenüber eher reserviert und misstrauisch. In unbekannten Situationen überwiegt sein wolfähnlicher Fluchttrieb, der ihn oft als ängstlich erscheinen lässt.

Insgesamt ist der Saarlooswolfhund ein wunderschöner Hund, der in der Haltung sicherlich anspruchsvoller ist als ein „normaler“ Hund.

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Der Spatz

Der Spatz (Passer domesticus) oder Haussperling gehört, wie schon sein Name vermuten lässt, zur Familie der Sperlingsvögel.

Der Spatz ist ein Kulturfolger und einer der bekanntesten und am weitesten verbreiteten Singvögel überhaupt. Mit Ausnahme der Tropen ist er auf der Erde fast überall anzutreffen wo sich auch Menschen das ganze Jahr über aufhalten.

Haussperling © Lip Kee/flickr.com

Der Spatz ist von kräftiger etwas gedrungener Statur und hat eine Größe von etwa 16 Zentimetern bei einem Gewicht von rund 30 Gramm. Er ist etwas größer als der mit im verwandte Feldsperling. Auffällig sind der große Kopf und der kräftige konische Schnabel.
Im Gegensatz zum Feldsperling unterscheiden sich beim Haussperling Männchen und Weibchen deutlich voneinander und man kann sie leicht unterscheiden. Die männlichen Tiere sind von ihrer Zeichnung her deutlich kontrastreicher und haben neben einer schwarzen oder dunkelgrauen Kehle auch einen schwarzen Brustlatz. Die Weibchen sind etwas matter aber dafür auch feiner gezeichnet.

Auf dem Speiseplan des Spatzes stehen vorwiegend Sämereien und von Frühjahr bis Sommer auch Insekten und andere Wirbellose. In der Stadt lebende Haussperlinge sind aber auch Allesfresser.

In der Regel führen Haussperlinge eine lebenslange Dauerehe, verpaaren sich aber in der Regel schnell wieder, wenn einer der Partner stirbt. Zwischen Ende April und August ziehen die Spatzeneltern zwei bis drei Bruten auf, wobei das Gelege meist aus vier bis sechs Eiern besteht, die 10-15 Tage lang ausgebrütet werden.

Nach rund zwei Wochen verlassen die Jungtiere das Nest und sind nach weiteren 10 Tagen selbständig.

Die Lebenserwartung von Spatzen liegt zwischen 1,5 und 2,5 Jahren. Allerdings ist die Sterblichkeit bei den Jungtieren sehr hoch.

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Der Rosakakadu

Der Rosakakadu ( Eolophus roseicapilla), auch Galah genannt, ist eine in Australien weit verbreitete Papageienart, man findet ihn überall im Land.

Der recht stämmig gebaute Rosakakadu ist von bei einer Länge von rund 35 Zentimetern von mittlerer Größe und recht stämmig gebaut. Er hat ein Gewicht von 300 bis 400 Gramm. Das Gefieder ist auffällig rosa und grau gefärbt. Die langen Flügel reichen bis zur Spitze des kurzen rundlichen Schwanzes und auf dem Kopf hat der Rosakakadu eine nach hinten gerichtete Haube.

Rosakakadu © kookr/flickr.com

Den Rosakakadu trifft man sowohl im Wald als auch im Grasland an und er ist zudem ein typischer Kulturfolger, der sich viel von Samen wie zum Beispiel Getreide ernährt. Außerdem auf dem Speiseplan stehen Früchte, Beeren, Wurzeln, Blüten, frische Treibe und Blattknospen. Er tritt auch oft in Schwärmen von mehreren tausend Vögeln auf und wird von vielen Farmern als Schädling angesehen.

Die standorttreuen Vögel leben monogam und nisten auch oft mehrere Jahre im selben Brutbaum von dem sie sich auch selten mehr als 10 Kilometer entfernen. Das Nest baut der Rosakakadu in einem hohlen Ast oder Stamm und beide Vögel bebrüten die 3 bis 5 Eier, aus denen nach 23 bis 27 Tagen die Jungen schlüpfen. In der siebten Woche verlassen die Jungvögel dann das Nest, werden aber weitere 6 bis 7 Wochen von den Elterntieren gefüttert.

Die Lebenserwartung eines Rosakakadus liegt bei rund 40 Jahren.

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Der Grünfink

Man findet den Grünfinken, einen Vogel aus der Familie der Finken, in ganz Europa, Nordafrika, und Südwestasien.

Die meisten Grünfinken (Carduelis chloris), auch Grünling genannt, sind Standvögel, nur einige in nördlichen Regionen lebende Vögel ziehen im Winter nach West- und Südeuropa.

Grünfink © OliBac/flickr.com

Mit rund 14-16 Zentimetern Körperlänge ist der Grünfink ungefähr so groß wie der Haussperling. Er hat einen recht großen Kopf mit einem kräftigen hornfarbenen Schnabel und leuchtend gelbe Handschwingen und äußere Steuerfedern und ist ansonsten von dunkelgrüner Erscheinung. Die Weibchen sind von der Färbung her etwas matter und bläulicher.

Auf dem Speiseplan der Grünfinken stehen Sämereien, Früchte und Blütenknospen aber sie haben eine ganz besondere Vorliebe für das Fleisch und die Samen der Hagebutte. Man sieht sie im Winter auch oft an Futterstellen. Die Nahrung der Nestlinge besteht überwiegend aus kleinen Insekten wie zum Beispiel Blattläusen.

Die geselligen Vögel haben außerhalb der Brutzeit Gemeinschaftsschlafplätze und sind im Herbst und Winter meist in großen Schwärmen anzutreffen.

Grünfinken führen eine Saisonehe und besetzen die Brutplätze je nach Witterung zwischen Ende Februar und Ende März. Der gemeinsam gewählte Nistplatz liegt meist in Bäumen und Sträuchern aber auch in Kletter- oder Rankpflanzen an Hauswänden. Das Gelege besteht in der Regel aus 4-5 Eiern und auch zwei Jahresbruten scheinen die Regel zu sein. Die Jungen schlüpfen nach 13-14 Tagen und werden von beiden Eltern gefüttert.

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Der Pirol

Der Pirol (Oriolus oriolus) gehört zur Familie der Pirole, die aus 28 Arten besteht. Nur der „europäische“ Pirol ist bei uns heimisch, alle anderen Arten leben in den Tropen Afrikas und Asiens.

Obwohl der Pirol mit seinem zitronen-bis goldgelben Gefieder sehr auffällig ist, haben ihn doch die meisten Menschen noch nicht gesehen, denn er hält sich vorwiegend im Laubdach hoher Bäume auf. Sein flötender Ruf ist allerdings deutlich zu hören.

Pirol © Sagar N lyer/flickr.com

Abgesehen vom gelben Gefieder haben die erwachsenen Männchen einen schwarzen Schwanz und schwarze Flügel mit gelbem Ansatz bzw. Außenrand, dazu einen roten Schnabel und rote Augen.

Die weiblichen Tiere hingegen haben eine eher mattgrün bis gelbliche Färbung mit hellerer, gesprenkelten Brust und Bauch und einem gelblichen Unterbauch und sind so beim Brüten besser getarnt.

Der Pirol ist charakteristisch für lichte Auenwälder, Bruchwälder und Gehölze in Gewässernähe. Man findet ihn aber auch zum Beispiel in Laub-, Misch- und Nadelwäldern, Parks, Gärten und Streuobstwiesen.

Genistet wird in hohen Astgabeln in einem napfförmigen Nest ab Ende Mai. Aus den 3 bis 5 Eiern schlüpfen nach 13 bis 18 Tagen die Jungen. Nach der 14 bis 20 Tage dauernden Nestlingszeit verlassen die oft noch nicht voll flugfähigen Jungvögel das Nest.

Auf dem Speiseplan des Pirols stehen vorwiegend Insekten und deren Larven aber auch Früchte wie Kirschen und Beeren.

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Der Trauerschwan

Auch der Trauerschwan (Cygnus atratus) gehört genau wie der Höckerschwan zu den Entenvögeln und ist der einzige fast völlig schwarze Schwan.

Das natürliche Verbreitungsgebiet des Trauerschwans, der übrigens den längsten Hals aller Schwäne hat, ist Australien und Tasmanien. Bei uns in Europa gibt es nur ausgesetzte und verwilderte Tiere.

Trauerschwan © amandabhslater/flickr.com

Mit 110 bis 140 Zentimetern Länge und einem Gewicht von 4 bis 8,5 Kilogramm sind die Vögel etwas kleiner als der Höckerschwan. Das Gefieder der Trauerschwäne ist schwarz, die Füße sind anthrazit mit schwarzen Krallen, und nur im Flug sieht man die weißen Schwungfedern. Die Flügelränder sind mit gelockten Federn besetzt. Auffallend ist der leuchtend rote Schnabel mit einem weißen Band an der Schwanzspitze.

Im Gegensatz zum Höckerschwan, der nur fauchen kann, ist das Trompeten des Trauerschwans weit über das Wasser zu hören.

Trauerschwäne ernähren sich überwiegend von Wasserpflanzen und Algen, fessen aber auch Körner von Weizen oder Mais oder die Blätter von ins Wassern hängenden Trauerweiden und Gras am Ufer.

Ihre Brutzeit passen, die in Kolonien brütenden Trauerschwäne, Jahreszeiten mit hohem Wasserstand an und errichten oft große Nesthügel in seichten Gewässern. Die vier bis acht blassgrünen Eier werden abwechselnd von beiden Elternteilen bebrütet, bis nach fünf bis sechs Wochen die Jungen schlüpfen. Nach etwa fünf Monaten werden die Jungvögel, die auch von Männchen und Weibchen gemeinsam versorgt werden, flügge. Mit etwa zweieinhalb bis drei Jahren tritt die Geschlechtsreife ein und die Männchen werden recht angriffslustig und aggressiv.

Der Trauerschwan ist das Wappentier Westaustraliens und ist auch auf der Westaustralischen Flagge zu finden. In Australien gibt es mehr als 100.000 Trauerschwäne, davon werden zeitweilig bis zu 50.000 am Albertsee beobachtet. Und auch in Neuseeland sind die Schwäne inzwischen weit verbreitet.

Die ersten europäischen Trauerschwäne kamen Ende des 18. Jahrhunderts nach England, allerdings ist es bisher in Europa noch nicht zu nennenswerten bleibenden Wildpopulationen gekommen.

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Der Höckerschwan

Der Höckerschwan gehört zu den Entenvögeln und dort zur Unterfamilie der Gänse. Heute ist der halbdomestizierte Vogel in weiten Bereichen Mitteleuropas beheimatet.

Der Höckerschwan ist vorwiegend auf Seen, Fisch- und Parkteichen, seichten Meeresbuchten und im Winter auf Flüssen zu finden.

Schwäne © Julia Höfer-von Seelen

Obwohl die Schwäne zu den jagdbaren Tieren gehören, werden sie in Mitteleuropa kaum bejagt und haben auch kaum Fressfeinde.

Schon im 16. Jahrhundert wurden die Höckerschwäne in allen mitteleuropäischen Ländern eingebürgert und es wurde begonnen, sie an Seen und Teichen auszusetzen. Erst im 20. Jahrhundert allerdings nahm der Bestand deutlich zu.

Als Wildvogel ist der Höckerschwan noch an Seen des norddeutschen  und polnischen Tieflandes zu finden und seine Häufigkeit nimmt von Westen nach Osten zu. Es ist heute nicht mehr möglich die echten Wildvögel von den Nachkommen der ausgesetzten Schwänen zu unterscheiden.

Ausgewachsene Höckerschwäne haben eine Körperlänge von bis zu 160 Zentimetern und wiegen zwischen 10 und 14 Kilogramm. Sie gehören zu den schwersten flugfähigen Vögeln auf der Welt. Bei den erwachsenen Vögeln ist das Gefieder einheitlich weiß und man kann sie durch ihren orange-roten Schnabel mit der Schwarzen Spitze und Schnabelwurzel von anderen Arten unterscheiden. Am stärksten ist der Schnabelhöcker, dem sie ihren Namen verdanken, bim Männchen während der Brutzeit ausgebildet. Die Jungvögel haben ein graubraunes Gefieder, das zunehmend heller wird. Auch der Schnabel ist zu Beginn noch grau bis fleischfarben und färbt sich erst langsam orange.

Die Höckerschwäne legen durchschnittlich sechs Eier aus denen nach rund 35 Tagen die Jungen schlüpfen. Diese sind nach etwa viereinhalb Monaten, so gegen Mitte bis Ende September, flugfähig und bleiben im Familienverbund, bis sie gegen Ende des Winters oder Anfang des Frühjahrs vom Vater vertrieben werden.

Bei brütenden Schwänen ist Vorsicht geboten, da die Vögel Menschen und Artgenossen gegenüber sehr aggressiv werden können.

Auf dem Speiseplan der Höckerschwäne stehen vor allem Wasserpflanzen und die sich darin befindenden Kleintiere. Sollte die Nahrung im Wasser im Spätwinter nicht mehr ausreichen, fressen sie an Land auch Gras und Getreidepflanzen.

Die Schwäne können bis zu 28 Jahre alt werden.

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Die Graugans

Die Graugans (Anser anser) gehört zur Gattung der Feldgänse und ist die zweitgrößte Gänseart in Europa.

Die 1758 von Carl von Linné erstmals in seinem Werk Systema naturae beschriebene Graugans zählt zu den häufigsten Wasservögeln.

Graugans © Julia Höfer-von Seelen

Die Vögel haben eine Länge von 75 bis90 Zentimeter und dabei ein Gewicht von 2,5 bis 4 Kilogramm, wobei die Ganter schwerer sind als die Weibchen. Die Flügelspannweite der Graugänse liegt bei 147 bis 180 Zentmetern.

Die hellen bräunlichgrauen Tiere haben silbergraue Vorderflügel, die vor allem beim Flug gut zu sehen sind. Die Ober- und Unterschwanzdecken sind weiß, Schnabel und Füße sind orange.

Bei uns ist die Graugans ein Standvogel, in anderen Teilen Europas aber überwiegend ein Zugvogel.

Die Graugänse sind meist an Binnengewässern zu finden, an denen sie Deckung in Form von Schilf oder ähnlichem finden und außerdem Grasflächen zum Äsen.  Auf dem Speiseplan stehen Land- und Wasserpflanzen wie Gräser, Kräuter und auch Stauden, Wurzeln und Beeren.

Die tag- und nachtaktiven Vögel sind außerhalb der Brut sehr gesellig und oft in großen Schwärmen anzutreffen. Kurz vor der Brutzeit sondern sich die einzelnen Paare dann allerdings ab und sind anderen gegenüber recht aggressiv.

Graugänse leben in Dauerehe und beide Vögel entscheiden über den Nistplatz. Verteidigt wird das Nest vom Männchen. Nach 27 bis 29 Tagen schlüpfen aus den 4 bis 6 Eiern die Jungen, die dann rund 50 bis 60 Tage aufgezogen werden. Aber auch danach bleiben die Jungtiere bis zur nächsten Brut mit den Elterntieren zusammen und sind auch danach noch oft bei ihnen zu sehen.

Graugänse können bis zu 17 Jahre alt werden.

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Die Streifengans

Die Streifengans (Anser indicus) oder auch Indische Gans gehört zu den echten Gänsen und ist in Zentral- und Südasien beheimatet.

Bei uns kommen die Tiere meist als Gefangenschaftsflüchtlinge vor, die aus Zoos oder anderen Einrichtungen geflüchtet sind.

Streifengänse © Julia Höfer-von Seelen

Mit einer Größe von etwa 70 bis 75 Zentimetern ist die Streifengans etwa so groß wie die Graugans.

Ihren Namen verdankt die Streifengans den charakteristischen schwarzbraunen Streifen am Kopf. Der eine läuft vom rechten Auge über den Hinterkopf zum linken Auge, der zweite verläuft parallel dazu etwas weiter im Nacken.  Kopf und Hals sind ansonsten hellgrau oder weiß, nur der Hinterhals ist schwarz. Die Bauchseite der Gänse ist weiß, das restliche Gefieder silbergrau und etwas dunkler an den Flanken. Füße und Schnabel sind orangefarben.

Junge frisch geschlüpfte Streifengänse sind komplett grau mit einer dunkelgelben Bauchseite.

Als Zugvögel ziehen die Streifengänse zwischen ihren Brutgebieten in Zentralasien, Südostrussland, Tibet, Nordindien, der Mongolei und China und den Überwinterungsgebieten im Himalaja, Indien, Pakistan, Bangladesch, Nepal und Burma hin und her.

Nachdem die Streifengänse im zweiten bis dritten Lebensjahr geschlechtsreif geworden sind, verpaaren sie sich auf Lebenszeit. Sie brüten in Brutkolonien von 10 bis 30 Paaren und legen zwei bis acht Eier. Nach gut vier Wochen schlüpfen die Jungtiere. Schon kurz nach dem Schlupf werden die Tiere von den Eltern zum Wasser gelockt, wo sie vor Fressfeinden sicher sind. Nach sechseinhalb bis siebeneinhalb Wochen werden sie dann auch flugfähig. Im September fliegen sie zusammen mit ihren Eltern ins Winterquartier und bleiben auch noch bis ins nächste Jahr mit ihnen zusammen.

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