Der Kleiber gehört zu den Sperlingsvögeln und verdankt seinen Namen der Tatsache, dass er den Eingang von Bruthöhlen durch Verkleben mit Lehm verkleinert, um diese selbst zu nutzen.
Bei einer Körperlänge von 12 bis 14,5 Zentimetern hat der Kleiber einen eher gedrungenen Körper mit einem recht großen Kopf und kurzem Hals und Schwanz. Der lange spitze Schnabel ist von grauer Farbe.
Auffällig ist neben der blaugrauen Oberseite die Unterseite, die je nach Unterart weiß, ockerfarben oder auch rostrot gefärbt sein kann. Die rotbraunen Oberschwanzdecken haben große, weiße Flecken. Ein besonderes Merkmal ist der schwarze Augenstreifen, der sich vom Schnabel bis zum Hinterkopf zieht.
Der lebhafte Vogel ist ein geschickter Kletterer und kann auch kopfüber an Baumstämmen hinablaufen. Die fünf bis neun Eier werden zwischen April und Mai etwa 14 bis 18 Tage lang bebrütet und die Jungen werden nach dem Schlupf etwa 24 Tage lang von den Elterntieren gefüttert.
Zu bemerken ist der Kleiber oft schon, bevor man ihn überhaupt sieht, an seiner Stimme. Er ist sehr ruffreudig und sein Gesang besteht sogar aus mehreren Strophen die recht unterschiedlich sein können.
Zu finden ist der Kleiber bevorzugt in höhlenreichen Altholzbeständen in strukturreichen, lichten Laub- und Laubmischwäldern. Er bevorzugt Bäume mit rauer Rinde.
Auf dem Speiseplan des Kleibers stehen Insekten, Spinnen und auch Samen. Jungvögel bekommen als Futter auch oft Raupen.
Außer auf den weitgehend baumlosen Nordseeinseln ist der Kleiber in Deutschland überall zu finden. Zum weiteren Verbreitungsgebiet gehören neben Europa, außer Island, Irland, Schottland dem Norden Norwegens, Schwedens und Finnlands, auch der Waldgürtel Asiens, die ostasiatischen Inselgruppen, Marokko, Kleinasien, der Iran und das Kaukasusgebiet.












